Wurmkiste bauen

Eine Wurmkiste selber bauen

 

Selbstverständlich kann man eine Wurmkiste auch ganz einfach selber bauen, da die Funktionsweise recht einfach zu verstehen ist. Es liegt allerdings immer im Auge des Betrachters und des Nutzers, wie und ob er mit einer selbstgebauten Wurmkiste gut auskommen kann oder nicht.

Es gibt zwei verschiedene Varianten eine Wurmkiste selber zu bauen. Die eine ist eine Doppelkammer-Wurmkiste oder Einboxsystem genannt und die andere die vertikale Wurmkiste oder Mehrboxsystem. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Ganz im unteren Teil findest Du noch eine kleine Anleitung mit Video.

 

Das Einboxsystem

 

Das Einboxsystem ist bei den meisten Menschen meistens eher gefragt und ist oft auch die Bekanntere unter den beiden Varianten. Diese bestehen in der Regel nämlich meistens aus Holz und machen dadurch optisch einfach viel mehr her. Man kann Einboxsysteme mit oder ohne Trennwand (Drahtnetz oder Löcherwand) nutzen, je nachdem wie viel Nähe der Besitzer mit seinen Würmern vertragen kann.

Für den Einstieg empfiehlt sich jedoch eine Trennwand einzubauen und somit eine Doppelkammer zu erschaffen. Dazu wird die eine Hälfte der Wurmkiste dann mit Humus, Pappe, Papier und oder auch Sand gefüllt und in die andere Hälfte wird dann die WurmNahrung hinzu gefügt. Die Würmer suchen sich immer ihr Essen und werden durch die vorhandenen Öffnungen zu ihrer Nahrung hinwandern.

Bei dieser Methode ist es jedoch sehr ratsam, des öfteren einmal nach dem rechten zu schauen, da es vorkommen kann, dass manche Essensreste anfangen zu schimmeln und vielleicht schon etwas unterhalb anderer Nahrungsreste vergraben sind. Diese gilt es so schnell wie möglich zu entfernen, bevor die ganze Wurmkiste umkippt.

Nach ungefähr 8 – 12 Wochen, je nach Größe der Box, kann man bereits den ersten WurmHumus abernten. Danach beginnt die Fütterung auf der nun leeren Seite erneut von vorne.

Arbeitet man ohne Trennwand, muss unbedingt hin und wieder in der Wurmkiste mit den Händen gearbeitet werden, da die Box sonst voll läuft und keine Nahrungsreste mehr hinein passen und auch die Kiste aufgrund des vorhandenen WurmTees meist schnell zu faulen beginnen kann. Dazu kann man natürlich auch extra WurmGummiHandschuhe parat haben.

Es gibt allerdings auch wunderschöne HolzWurmKisten in xxx Shop zu kaufen, welche einen WurmTee-Ablauf installiert haben und sogar als Hocker direkt in der Wohnung einzusetzen sind.

 

Die Vorteile:

  • sieht leicht sehr stilvoll aus
  • lässt sich als Hocker oder Sitzgelegenheit nutzen

 

Die Nachteile:

  • Der WurmTee lässt sich schwer, bzw. nicht auffangen
  • Holz kann schnell moderig werden und lässt sich nicht säubern
  • Es muss gegraben werden und es wird direkte Bekanntschaften mit Würmern geben

 

 

Vertikale Wurmkiste oder auch Mehrboxsystem

 

Anfängern wird meist die vertikale Wurmkiste empfohlen, da diese leicht überschaubar und bedienbar ist. In der Regel besteht diese aus 3 bis 5 Holz- oder Kunsttoffboxen, welche ineinander und übereinander gestapelt werden.

Dabei dient die unterste Wurmkiste als Auffang- und Abflussbox für den WurmTee. Diese Box bildet die Grundlage für die komplette Wurmkiste und bleibt immer an der untersten Stelle. Des weiteren sollte sie unbedingt einen Abflusshahn haben, damit der WurmTee regelmäßig entleert werden kann und die Kompostwürmer vor eventuellem Ertrinken gerettet werden können.

Die Schicht über dieser ersten WurmTee-Box stellt die Grundlage, also den Nährboden für die KompostWürmer dar. Hier muss ganz von Anfang an schon die Kiste mit etwas Humus gefüllt werden, damit sich die Würmer dort verkriechen können. Zusätzlich kann man diese mit etwas nassem Karton oder Zeitungspapier auffüllen, um so den Würmern Luftlöcher zu ermöglichen, damit sich diese an ihre neue Umgebung gewöhnen können.

In den oberen Schichten (zu Anfang nur in der nächst-darübergelegenen) kann nun die WurmSpeise eingefüllt werden. Die Würmer werden vor Hunger von selbst durch die vorhandenen WurmLöcher kriechen und sich ihre Nahrung suchen und diese somit automatisch zu neuen WurmHumus verarbeiten.

Sobald die Kiste obere Kiste bereits genug WurmHumus beinhaltet, kann man bereits eine weitere Kiste aufsetzen. Der WurmHumus und der WurmTee sickern immer automatisch nach unten in die ersten beiden Kisten.
Die unterste WurmHumus-Box kann ca. alle 3 Monate ausgetauscht und verarbeitet oder gelagert werden. Wenn diese geleert ist, setzt man sie einfach wieder auf die oberste Wurmbox und füllt diese wieder nach und nach mit neuer Nahrung.

 

Die Vorteile:

  • kostengünstig mit einfachen Mitteln
  • einfach und schnell gemacht

 

Die Nachteile:

  • eventuell zu viele oder zu große Löcher durch zu wenig Erfahrung
  • oft stimmt die Belüftung nicht
  • die Würmer müssen selbst besorgt werden
  • für ein tolles Design wird die Wurmkiste schnell recht teuer

 

 

Hier ist eine kleine Anleitung als Video: